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Karrierewege aus dem Krankenhaus heraus - Tausche Kittel gegen Anzug!

Von Station 4A in Audi A4 - Setzen Sie Ihr Expertenwissen im Außendienst der Industrie ein oder bleiben Sie lieber im Krankenhaus?

Welche Möglichkeiten bietet die Medizintechnik Branche qualifizierten Krankenpflegern und -schwestern?

Ausbildung zur Krankenschwester, -pfleger; Fachweiterbildung, Stationsleitung und dann? Qualifiziertes Pflegepersonal wird nicht nur in der Klinik, sondern oft auch in der Medizintechnikindustrie gebraucht. Als Experte auf einem Gebiet stehen Karrierewege in verschiedenen Betätigungsfeldern offen. Der Praxisanwender kann bei der Verbesserung, bei der Beratung und im Verkauf von Produkten überzeugen. Chancen sind die klinikübergreifende Tätigkeit, Kommunikation auf Augenhöhe, Praxiswissen und attraktive Verdienstmöglichkeiten.

 

Welche Möglichkeiten bietet z.B. die Medizintechnik-Branche qualifizierten Krankenpflegern und -schwestern?

 

 

  • Schildern Sie Ihren Weg vom Klinikum in die Industrie, welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
  • Beratung und Hilfestellung zum Weg „nach draußen“ – worauf kommt es letztlich an?


 

  1. Britta - 04.01.2010 19:56

    Hallo zusammen, ich schildere gerne mal meine Erfahrungen, weg vom „Kittel“ ;o).

    Ich war 3 Jahre OP-Schwester und wurde dann direkt von einem Außendienstvertreter angesprochen, der uns schon seit einem Jahr besuchte und der auch immer den Kontakt zu Schwestern suchte. Wir plauderten über unsere Jobs und als eine Position im Außendienst frei wurde, da fragte er mich, ob ich mich nicht bewerben möchte. Gesagt – getan und das mit Erfolg. Seit dem hat sich einiges bei mir geändert, die wichtigsten „Umstellungen“ hier mal in Kürze. Nach der Einarbeitungszeit betreute ich ein eigenes „Gebiet“, d.h. ich bin für eine Region (ungefähr mein Bundesland) für die Betreuung der Kliniken und Krankenhäuser zuständig. Dabei stelle ich den Kontakt zu Ärzten und Pflegepersonal her und „überzeuge“ sie von den Vorteilen unserer Produkte. Ich berate sie bei deren Anwendung, zeige ihnen Neuerungen und worauf es ankommt. Ich stehe nicht mehr in „Weiß“ im Krankenhaus, sondern musste mir erst einmal eine ganze Reihe „business-tauglicher“ Kleidungsstücke zulegen. Auch einen eigenen Dienstwagen habe ich bekommen, mit dem ich meine selbst geplanten Krankenhausbesuche „abfahre“. Im Monat muss / sollte ich auf diese Weise so viele Besuche machen, wie mit mir als Ziel vereinbart wurde und natürlich auch entsprechend unsere Produkte verkaufen. Je nach Einschätzung des Kunden, kann ich auch Produktschulungen veranlassen oder auf andere Weise für unsere Produkte werben. Am liebsten ist es mir aber auf fachlicher Seite zu überzeugen und da kommt mir meine „Vergangenheit“ als Schwester oft zu Gute. Ich kann von zu Hause aus arbeiten und bekomme noch immer die Möglichkeit mich fortzubilden. Viel Wert wird dabei auf Kommunikation und Überzeugung gelegt.

    Ich muss eingestehen, dass der Stress ist im Vergleich zum Schichtdienst nicht weniger geworden ist, aber ich kann meine Zeit einteilen, wie ich es möchte. Der Beruf ist sehr abwechslungsreich und interessant – klar ist aber auch: wer nicht verkauft, der ist nicht „gut“ (Stillstand oder Umsatzrückgang wird nicht gerne gesehen). Ein gewisses Talent zum Verkauf muss man also mitbringen, aber es lohnt sich, wie ich finde – auch finanziell ;o).

    Bin schon auf weitere Erfahrungsberichte gespannt,

    LG Britta

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